Wie visualisiere ich anhand von (dem noch nicht vorhandenen Thema) und meinen Erkenntnissen aus der Theorie die Emotionen/Gedanken/Innenwelten von einzelnen Protagonist*innen im Animationsfilm? Das war die provisorische Fragestellung, die ich in meiner Abfassung aufgestellt hatte. Während dem Prozess meiner Arbeit hat sich das Ziel aber ein wenig verändert.

 

In meiner Theoriearbeit setze ich mich mit der psychischen Innenwelt von den Hauptcharakteren im Animationsfilm auseinander. Ich untersuche, mit welchen Mitteln der Unterschied zwischen dieser Innenwelt und der filmischen Aussenwelt visualisiert wird. Drei Animationskurzfilme habe ich anhand drei Kriterien «Figur», «Zeit» und «Raum» analysiert.
Ich konnte durch meine Analyse verschiedene Mittel identifizieren, anhand welcher sich der Unterschied zwischend er Innen- und Aussenwelt von Figuren im Animationsfilm illustrieren lässt. Eines haben die Filme aus meiner Theoriearbeit gemeinsam: Sie alle drehen sich jeweils um eine Figur und ein Thema, das diese beschäftigt. Eine innere Problematik, die es darzustellen und zu lösen gilt.
Auf der Suche nach einem geeigneten Thema für meine praktische Arbeit habe ich mich immer wieder gefragt, welches Thema mich beschäftigt. Ich wollte einen inneren Konflikt darstellen, der mir nahe ist, mit dem ich zu tun habe. 
Schlussendlich habe ich mich dafür entschieden, mich mit einem in dieser Situation sehr bekannten Gefühl auseinanderzusetzen: der Kreativblockade. Da es sich dabei nicht um einen inneren Konflikt handelt, der nur mich beschäftigt sondern eher ein kollektives Problem darstellt, bin ich schlussendlich von der Darstellung der Innenwelt eines/einer einzelnen Protagonist*in weg gekommen. Das Ziel war es, einen Film zu generieren, auf den der/die Rezipient*in die eigene Innenwelt projizieren kann.